schlicht und konsequent
bekleidung von einer anderen art


Kleidung ist eine Hülle aus Stoff die den Menschen wie eine Haut oder ein Haus umgibt. Sie ist die Gestaltung des nahesten Raumes um den Körper und befasst sich mit dem Grenzbereich Privatheit - Öffentlichkeit.

In meiner konzeptionellen und experimentellen Arbeit mit Kleidung thematisiere ich keine modischen Trends, sondern Kleidung an sich. Ich entwerfe ausdrucksstarke Kleidungsstücke, die ein Thema - beispielsweise
'Kleidung ist wie ein Haus' - versinnbildlichen. Diese werden dann als Objekte in einer Ausstellung gezeigt. Zum Beispiel: 1995 Düsseldorf, Handwerkskammer, Einladung zur Teilnahme an der Ausstellung: 'Art to wear - Kunst zum Tragen'

Eine andere Form der Präsentation ist die Modeperformance, in der die Kleidungsstücke inszeniert werden. So geschehen 1996 in Aachen, Ludwigsforum für internationale Kunst, '5.quasi moda' Kunst- und Modeperformance.

In meinem Atelier biete ich außerdem Kleidungsstücke an, die sich mit ihrer schlichten Funktionalität und sinnlichen Erscheinung zur alltäglichen Verwendung eignen:
Ich befasse mich bewusst und konzentriert mit der textilen Fläche und dem weiblichen Körper.
Über das Klappen, Falten, Zusammensetzen, Schichten oder Verschieben von Stoffen und meinem Anliegen den Stoff großflächig zu verarbeiten entstehen schlichte und weite Gewänder. Je nach Eigenart des Stoffes, reine Materialien oder Mischgewebe, Gewebeart, Gewicht sowie Muster und Farben, entsteht eine andere Wirkung des Schnittes am Körper.
Eine Kleidung, die nicht einengt, den Körper umhüllt und gleichzeitig andeutet und unterstreicht.

'Modulares Bekleidungssystem'
- textile Röhrenelemente bilden eine Bekleidungseinheit. Ausgezeichnet mit dem 'Bochumer Designpreis 1998'.

'Die Schalkragenjacke'
- ein rechteckiges Stück Stoff mit Schlitzen wird zu einer schlichten Jacke mit elegantem Faltenwurf. Ausgezeichnet mit dem 'Bochumer Designpreis 1997' anlässlich der Design-Messe 'Form Art', Maschinenhalle Friedlicher Nachbar, Bochum-Linden.
Ausgezeichnet mit dem 'Staatspreis für das Kunsthandwerk im Lande Nordrhein-Westfalen', Werkbereich Textil - manu faktum 1999






zur arbeit

Alle tun es: Anziehen–Ausziehen, Tag für Tag. Wegen des Wetters, der Arbeit... und um nicht nackt zu sein.
Kleidung, die zweite Haut ist wie ein Personalausweis, der über optische Signale in Form, Farbe, Material, Zeichen und Symbole Auskunft über den Träger gibt. Jeder Einzelne entscheidet sich immer wieder aufs Neue, was er mittels Kleidung wann, wo und wem zeigt. So ist Kleidung als ein Gegenstand des täglichen Gebrauchs, ein Medium der visuellen Kommunikation in der Gesellschaft. Sie befindet sich in ständiger Wechselwirkung von Mensch–Körper, Mensch–Mensch und Mensch–Umwelt.
Für mich ist meine Arbeit eine Mitgestaltung des Lebensraumes. Was macht den Menschen aus? Antriebe, Abhängigkeiten, Freiheiten, etc... Wie wird damit individuell und gesellschaftlich umgegangen (Kultur, Werte, etc.). Wie drückt sich dies in Kunst, Design und Moden aus? Welchen Aspekt und Standpunkt nehme ich ein? Mit welchen Mitteln der Gestaltung und der Sprache von Kleidung kann ich meine Aussage in Kleidung, bzw. am menschlichem Körper – dem nächsten Raum des Menschen – zum Ausdruck bringen?

Einige Themen waren bisher:
· Herz – Weiblichkeit – Erotik,
· Wirbelsäule – Rückgrat, · Haus
· Gruppe – Individuum,
· Gestern – Heute – Morgen

Desweiteren bin ich bemüht eine einfache, reduzierte und klare Form von Kleidung zu finden, die viel Raum für die Persönlichkeit des Einzelnen läßt.